sei nicht immer so nachgiebig
wenn ich menschen liebe - und das ist bei mir kein begriff, der nur für menschen reserviert ist, die in mir ganz große, leidenschaftliche, romantische bisanmeinlebensende-gefühle hervorrufen! - dann hoffe ich natürlich, ganz insgeheim, dass ich, vielleicht nicht zurückgeliebt, aber doch der anderen person etwas bedeute.
natürlich weiß ich auch, dass diese hoffnung manchmal gefährlich ist. aber wenn es ums herz geht, dann neige ich dazu große risiken einzugehen, denn ich denke, nur wer manchmal waghalsig sein kann, kann auch das ganz große glück finden (komisch - wieso schaffe ich es nur nie, diese einstellung auf mein restliches leben anzuwenden?!?).
allerdings dürfte ich genau deshalb eigentlich nicht so enttäuscht sein, wenn sich herausstellt, dass der platz, den ich im leben dieser anderen menschen einnehme, bei weitem nicht so bedeutend ist, wie es umgekehrt der fall ist.
ich versuche dann, ganz rational zu sein: so ist das eben, abgesehen von deiner ursprungsfamilie vielleicht wird sich die zahl derer, denen du wirklich etwas bedeutest, in deinem leben auf eine handvoll beschränken. und das ist schon viel! und ich schaue mir an, wo ich stehe, und wer mich liebt, und sage mir: ich bin dankbar für die liebe, die mir entgegengebracht wird. und dennoch - geht diese fiese enttäuschung, dieser klumpen schmerz nicht ganz weg, sitzt mir in den eingeweiden, und bevor ich mir zugestehe, traurig sein zu dürfen (denn - wenn man liebt, darf man überhaupt erwartungen haben? oder ist das große ziel immer die bedingungslose liebe, und alles andere ist hübsch, aber wertlos??), werde ich lieber wütend und trotzig, und würde am liebsten schreien: ihr könnt mich alle mal!!
bis, ja bis zum nächsten mal. bis zur nächsten begegnung. bei der ich merke: auch herbe enttäuschung schafft es nicht, die liebe zu ersticken. und ich vergebe. finde entschuldigungen für die andere person, warum sie mich denn jetzt nicht zurücklieben kann, so wie ich das tue. warum sie so handelt, wie sie handelt, was natürlich mit mir nicht wirklich was zu tun hat. ich verstehe. ich tröste. "ist doch nicht so schlimm" sage ich auf anflüge von schlechtem gewissen von seiten des anderen. und verleugne mich selbst. mein inneres kind, das enttäuscht und wütend die fäuste schüttelt und schreien will: "ich bin enttäuscht! ich fühle mich fallen gelassen, nicht ernst genommen, unwichtig, unerkannt, benutzt. was willst du überhaupt von mir? warum spielst du so mit mir?..." ich stopfe ihm den mund, es ist böse, egoistisch, unreif. wahre liebe ist altruistisch. unbedingt.
ich lächle, und der kreis schließt sich, beginnt von neuem.
ich habe lange darüber nachgedacht, was es bedeutete. dieser satz, den ich gesagt bekam von meinem früheren selbst, von mitzi, die ich bei der rückführung in abano traf.
"sei nicht immer so nachgiebig" sagte sie zu mir. und ich konnt nichts damit anfangen! ich und nachgiebig? nee. passt irgendwie nicht. irgendwann schob ich den satz zur seite.
aber auf dieses thema passt er! jetzt sehe ich es! ich gebe nach. immer. und laufe gefahr, mich dabei selbst zu verlieren.
natürlich weiß ich auch, dass diese hoffnung manchmal gefährlich ist. aber wenn es ums herz geht, dann neige ich dazu große risiken einzugehen, denn ich denke, nur wer manchmal waghalsig sein kann, kann auch das ganz große glück finden (komisch - wieso schaffe ich es nur nie, diese einstellung auf mein restliches leben anzuwenden?!?).
allerdings dürfte ich genau deshalb eigentlich nicht so enttäuscht sein, wenn sich herausstellt, dass der platz, den ich im leben dieser anderen menschen einnehme, bei weitem nicht so bedeutend ist, wie es umgekehrt der fall ist.
ich versuche dann, ganz rational zu sein: so ist das eben, abgesehen von deiner ursprungsfamilie vielleicht wird sich die zahl derer, denen du wirklich etwas bedeutest, in deinem leben auf eine handvoll beschränken. und das ist schon viel! und ich schaue mir an, wo ich stehe, und wer mich liebt, und sage mir: ich bin dankbar für die liebe, die mir entgegengebracht wird. und dennoch - geht diese fiese enttäuschung, dieser klumpen schmerz nicht ganz weg, sitzt mir in den eingeweiden, und bevor ich mir zugestehe, traurig sein zu dürfen (denn - wenn man liebt, darf man überhaupt erwartungen haben? oder ist das große ziel immer die bedingungslose liebe, und alles andere ist hübsch, aber wertlos??), werde ich lieber wütend und trotzig, und würde am liebsten schreien: ihr könnt mich alle mal!!
bis, ja bis zum nächsten mal. bis zur nächsten begegnung. bei der ich merke: auch herbe enttäuschung schafft es nicht, die liebe zu ersticken. und ich vergebe. finde entschuldigungen für die andere person, warum sie mich denn jetzt nicht zurücklieben kann, so wie ich das tue. warum sie so handelt, wie sie handelt, was natürlich mit mir nicht wirklich was zu tun hat. ich verstehe. ich tröste. "ist doch nicht so schlimm" sage ich auf anflüge von schlechtem gewissen von seiten des anderen. und verleugne mich selbst. mein inneres kind, das enttäuscht und wütend die fäuste schüttelt und schreien will: "ich bin enttäuscht! ich fühle mich fallen gelassen, nicht ernst genommen, unwichtig, unerkannt, benutzt. was willst du überhaupt von mir? warum spielst du so mit mir?..." ich stopfe ihm den mund, es ist böse, egoistisch, unreif. wahre liebe ist altruistisch. unbedingt.
ich lächle, und der kreis schließt sich, beginnt von neuem.
ich habe lange darüber nachgedacht, was es bedeutete. dieser satz, den ich gesagt bekam von meinem früheren selbst, von mitzi, die ich bei der rückführung in abano traf.
"sei nicht immer so nachgiebig" sagte sie zu mir. und ich konnt nichts damit anfangen! ich und nachgiebig? nee. passt irgendwie nicht. irgendwann schob ich den satz zur seite.
aber auf dieses thema passt er! jetzt sehe ich es! ich gebe nach. immer. und laufe gefahr, mich dabei selbst zu verlieren.
PhOeNiXe - 28. Okt, 13:21













